Hanfsocken aus dem Waldviertel

In Heidenreichstein, der Heimat unserer Hanfschälanlage, werden jetzt auch Hanfsocken produziert. Die Strumpffabrik Säuerl erzeugt seit 1957 Socken für Freizeit, Jagd und Sport – und jetzt auch Hanfsocken!

Herr Säuerl erzählt: “Wir haben eine zweijährige Forschungsphase mit Hanfsocken hinter uns. Jetzt haben wir eine Mischung aus den Materialien  70 % Nutzhanf, 25 % Holzfaser (Tencel) und 5 % Elasthan. Die Füße werden es Ihnen danken, denn die Socken können sowohl als Arbeitssocken, als auch in der Freizeit und für den Sport getragen werden.”

Schweißfüße ade

Hanf saugt den Schweiß auf und gibt ihn gleichermaßen wieder ab, erzeugt ein angenehmes Klima im Schuh, wärmt die Füße im Winter und kühlt sie im Sommer. Das Tragegefühl ist angenehm und fußfreundlich. Mit einer Mischung aus österreichischen Holzfasern sind die Socken angenehm zu tragen. Zudem muss man die Socken nicht täglich waschen, einfach über Nacht aufhängen und wieder anziehen.

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Wie kam es zur Entwicklung von Hanfsocken?

Herr Berger erzählt: “Da unser Sohn sehr unter Schweißfüßen litt, und wir sämtliche Arten von Materialen ausprobiert hatten, haben wir uns gedacht: ‘Wie sieht es mit Hanf aus?’ Jetzt trägt er nur mehr Hanfsocken und die Schweißfüße sind weg. Mittlerweile gibt es ja einige Anbieter – aber alles mit Baumwolle – und die wollten wir vermeiden. Auf unserer Suche sind wir dann auf die Holzfaser Tencel gestoßen. Mit den Strickereien in Österreich schaut es leider nicht gut aus, es gibt beinahe keine mehr, wir haben lange gesucht. Doch dann sind wir zu Johannes Säuerl im Waldviertel gestoßen. Vor über 2 Jahren waren wir das erste Mal in der Sockenmanufaktur, wir konnten ihn überzeugen und so wurde das erste Mal mit Hanf gestrickt. Nach einiger Zeit gelang uns die perfekte Kombination aus 70 % Hanf, 25 % Holzfaser und  5% Elasthan (damit der Socken nicht vom Fuß rutscht). Die große Herausforderung war die Verarbeitung des Hanfs zu Hanffasern, da es ja kaum mehr alte Maschinen gibt, die das schaffen. Doch wir haben es geschafft!”

Die Geschichte der Sockenmanufaktur Säuerl im Waldviertel

“Um Erfolge zu erreichen, muss etwas gewagt werden.” Diesen Spruch von Helmuth von Moltke nahm sich wohl Juliane Säuerl zu Herzen und gründete 1947 das Unternehmen. Juliane Säuerl machte ihre ersten Schritte in einigen Räumen im Keller. Es wurden sowohl Sommer- als auch Winterhandschuhe erzeugt und ebenso Innenfutter für Lederhandschuhe gefertigt.

Im ewigen Auf und Ab der Wirtschaft konnte trotzdem eine Steigerung der Erzeugung und vor allem der Mitarbeiter auf ca. 50 erreicht werden. Im Jahre 1957 war der Ankauf einer Strumpfmaschine ein weiterer Schritt in die Zukunft.

Die Übernahme der Firma durch Johann Säuerl, Sohn der Firmengründerin, fand im Jahr 1967 statt. Ende der 60er-Jahre musste ein Rückgang in der Handschuherzeugung durch Billigimporte hingenommen werden. Verbunden mit der Konzentration auf Strumpfproduktion konnte auch eine Erweiterung der Betriebsgebäude durchgeführt werden, die 1972 im Kauf einer angrenzenden Lagerhalle einen weiteren Fortschritt fand.

Die 70er und 80er waren vor allem durch Ankauf von Strumpfmaschinen geprägt. Ein Optimum wurde mit 25 Produktionsautomaten erlangt. Es konnte nun der Verkauf an alle namhaften Warenhäuser in Österreich durchgesetzt werden.

Im Jahr 1988 fand die Übergabe an den jetzigen Besitzer Johannes Säuerl statt. Ab den 90er-Jahren konzentrierte sich die Herstellung auf hochwertige Damen- und Herrensocken/Stutzen für Freizeit, Jagd und Sport. Die Entwicklung vor dem Millenniumswechsel brachte es mit sich, dass computergesteuerte Maschinen angekauft wurden, um auch auf ausgefallene Kundenwünschen prompt und entsprechend reagieren zu können.

 

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