Hanf 2016-10-26T11:44:19+00:00

Hanf – ein Tausendsassa

Der Anbau der Nutzpflanze Hanf hat lange Tradition und war aufgrund des jahrzehntelangen Anbauverbots lange in Vergessenheit geraten. Bereits im alten China war Hanf als Heilpflanze und zur Erzeugung von Fasern, Öl und Nahrungsmitteln bekannt und auch Gutenbergs Bibeln und die Verfassung der Vereinigten Staaten wurden auf Hanfpapier gedruckt. Doch in den 1930er Jahren geriet die universelle Pflanze durch eine Kampagne als „gefährlichste Droge der Welt“ in Verruf, aus der sich vor allem Pharmakonzerne und die Baumwollindustrie Vorteile verschafften.

Erst mit dem EU-Beitritt 1995 wurde der Anbau des Cannabis sativa (THC-Gehalt unter 0,2 mg) wieder legal und erlebt seither ein Revival.

„Hanf ist nicht nur ein schnellwachsender und vollständig verwertbarer Biorohstoff – einer der vielen pflanzlichen Alleskönner, die von der Wurzel bis zur Blattspitze genutzt werden können, sondern verfügt in seinen mannigfaltigen Einsatzbereichen jeweils über herausragende und eigentümliche Qualitäten.“

 

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Gesundheitswunder

Besonders interessant ist die ernährungsphysiologische Bedeutung von Hanf: Die Nutzpflanze weist einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und Gamma-Linolensäure auf, ist immunstärkend und hat ein hochwertiges Aminosäurenprofil. Cannabis sativa findet in der Küche in Form von Öl, Mehl, Proteinpulver und geschälten oder ungeschälten Hanfnüssen Verwendung, wobei diese in geschältem Zustand zum Beispiel als Nussersatz dienen können. Hanf ist eine gesunde Alternative für Vegetarier und Allergiker. Zudem bietet er auch eine gesunde Abwechslung für Menschen, die aus persönlichen oder ökologischen Gründen auf Fisch verzichten, aber trotzdem ausreichende Mengen an Omega-3- Fettsäuren aufnehmen wollen.

Robust & pflegeleicht

Cannabis sativa stellt sehr geringe klimatische Ansprüche, weshalb er in fast allen Klimazonen gedeiht. Die Pflanze fügt sich vorzüglich in die Fruchtfolge ein, verbessert die Bodenstruktur und gilt als sehr robust und widerstandsfähig, weshalb sie sich auch für den ökologischen  Landbau eignet. In Österreich verläuft der Hanfanbau nach strengen Kriterien und lässt nur zertifiziertes Saatgut mit einem THC-Geahlt unter 0,2 % zu, das im EU-Sortenkatalog gelistet ist.

Als Faserpflanze erfüllt Hanf ökologische und ökonomische Kriterien und hat als schnell nachwachsender Rohstoff großartige Zukunftsperspektiven.

„Flachs und Hanf sind gut für die Landwirtschaft, für die regionale Wertschöpfung, für die Umwelt und für die Produktion von innovativen Bio-Werkstoffen für die Rohstoffwende!“