Hanf - Das wohl älteste Superfood

Was ist Hanf?

Hanf ist ein schnellwachsender und vollständig verwertbarer Biorohstoff – einer der vielen pflanzlichen Alleskönner, die von der Wurzel bis zur Blattspitze genutzt werden können. 

Der Anbau der Nutzpflanze Hanf hat lange Tradition und war aufgrund des jahrzehntelangen Anbauverbots viele Jahre in Vergessenheit geraten. Bereits im alten China war Hanf als Heilpflanze und zur Erzeugung von Fasern, Öl und Nahrungsmitteln bekannt. Gutenbergs Bibeln und die Verfassung der Vereinigten Staaten wurden beispielsweise auf Hanfpapier gedruckt. Doch in den 1930er Jahren geriet die universelle Pflanze durch eine Kampagne als „gefährlichste Droge der Welt“ in Verruf, aus der sich vor allem Pharmakonzerne und die Baumwollindustrie Vorteile verschafften.

Erst mit dem EU-Beitritt 1995 wurde der Anbau von Nutzhanf Cannabis sativa (THC-Gehalt unter 0,2 mg) wieder legal und das wohl älteste Superfood erlebt seither ein Revival.
Wir von Hanfland wissen wovon wir reden… befindet sich unser Firmensitz doch in Hanfthal, wo der Hanf bereits seit dem 12. Jahrhundert seinen festen Platz hat.

Hanfland Hanf Pflanze
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Hanf als wertvolles Lebensmittel

Besonders interessant ist die ernährungsphysiologische Bedeutung von Hanf:

  • hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren
  • hochwertiges Aminosäurenprofil
  • Magnesium-, Zink- und Ballaststoffquelle
  • immunstärkend
  • Eiweißquelle für Vegetarier und Veganer

Unsere PREMIUM HANF Produkte sind als Samen (geschält oder ungeschält), Öl, Mehl, Schrot, Proteinpulver, Tee und Süßes, wie Schokolade oder Nougat erhältlich. Vor allem geschälte Hanfsamen werden wegen des nussigen Geschmacks gerne als Nussersatz verwendet.

Die Geschichte des Hanfs

Hanf wurde schon vor tausenden vor Jahren als universelle Heil- und Nutzpflanze geschätzt. Die Menschen wussten bereits damals um die Vielfältigkeit und den Wert der Hanfpflanze, weshalb sie in der Geschichte immer wieder erwähnt und auch mit dem technischen Fortschritt verknüpft wird. „Hanf ist eine der ältesten und bekanntesten Kulturpflanzen, die wie kaum eine andere den Namen Pflanze der Welt verdient.“

Ausgehend von ihrem Ursprungsland Zentralasien gelangte die Hanfpflanze über Vorderasien nach Europa und Afrika sowie weiter nach Amerika. Schon 8000 v. Chr. wurden die ersten geschichtlichen Hanffunde datiert, die ersten schriftlichen Aufzeichnungen findet man in China um 500 v. Chr. In diesem Werk aus der Sung-Dynastie wird auch beschrieben, dass bereits im 28. Jahrhundert v. Chr. für den chinesischen Kaiser Kleider und Heilmittel aus Hanf erzeugt wurden.

Die ersten Seile aus Hanffasern wurden ebenfalls in China um etwa 2.800 v. Chr. gedreht, auch das älteste Papier der Welt ist hier um 140 bis 87 v. Chr. aus Hanffasern erstellt worden. Die ältesten europäischen Funde stammen aus der Hallstattzeit zwischen 800 und 400 v. Chr. Vor allem der gewebte Stoff aus Hanfbast spielte damals eine Rolle.

In Europa kam Hanf über Russland nach Litauen weiter nach Schweden. Im Süden war der Ursprung ebenfalls Zentralasien, wo die Pflanze über Kleinasien zu den Griechen, Römern und Galliern kam. Die ältesten Schriften über die Hanfnutzung fand man in Europa 800 n. Christus in einer erlassenen Wirtschaftsanweisung von Karl dem Großen, in welcher er die Bauern zum Hanfanbau anhielt. Im Jahre 1390 wurde die erste Papiermühle in Nürnberg eröffnet, in der vor allem durch die Erfindung des Buchdrucks große Nachfrage herrschte. So wurde einst auch die Bibel aus Flachs- und Hanffasern hergestellt. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Schiffskarten, Papiergeld, Wertpapiere, Zeitungen und Bücher aus Hanf und Flachs erzeugt. Spanische Seefahrer brachten Hanf um 1500 dann erstmals nach Amerika. Später wurde in manchen Staaten der USA sogar den Bauern der Hanfanbau per Gesetz vorgeschrieben.

Zwischen 1631 und dem Beginn des 19. Jahrhunderts war Hanf in weiten Teilen Nordamerikas anerkanntes Zahlungsmittel. Levi Strauss fertigte 1870 die erste Jeans der Welt ebenfalls aus Hanf, da dieser Stoff sehr widerstandsfähig und reißfest war. In den USA wurde Hanföl auch als besonders hell leuchtendes Lampenöl sowie als Schmieröl für Flugzeugtriebwerke verkauft.

Mitte des 19. Jahrhunderts kam es zum Einbruch des Hanfanbaus. Aufgrund der Entwicklung der Baumwollmaschine wurde die Verarbeitung der Baumwollfasern einfacher, wodurch Hanf- und Flachstextilien sukzessive verdrängt wurden. Weiterer Einflussfaktor war die Erfindung des chemischen Aufschlusses von Holz zur Gewinnung von Zellstoff zur Papierherstellung. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhundert sorgte in Amerika eine Kampagne der Öl-, Papier- und Pharmaindustrie für den weiteren Rückgang der Hanfpflanze.

1937 wurde in den USA eine Gewerbesteuer für Hanfhändler und eine Erwerbssteuer für den Kauf von Marihuana eingeführt, wodurch Hanf zum unbezahlbaren Rohstoff wurde. Durch die Darstellung von Hanf in den Medien als enthemmende und gewalterzeugende Droge kam der Hanfanbau letztendlich völlig zum Erliegen.

Wie wächst Hanf?

Die Nutzpflanze Cannabis sativa ist durch ihre sehr geringen klimatischen Ansprüche besonders pflegeleicht. Sie fügt sich vorzüglich in die Fruchtfolge ein, verbessert die Bodenstruktur und gilt als sehr robust und widerstandsfähig, weshalb sie sich auch für den ökologischen  Landbau eignet. In Österreich verläuft der Hanfanbau nach strengen Kriterien und lässt nur zertifiziertes Saatgut mit einem THC-Gehalt unter 0,2 % zu, das im EU-Sortenkatalog gelistet ist.

Als Faserpflanze erfüllt Hanf ökologische und ökonomische Kriterien und hat als schnell nachwachsender Rohstoff großartige Zukunftsperspektiven.

Flachs und Hanf sind gut für die Landwirtschaft, für die regionale Wertschöpfung, für die Umwelt und für die Produktion von innovativen Bio-Werkstoffen für die Rohstoffwende.

Hanf Pflanze Hanffeld Hanfland
Hanf Jungpflanze Hanffeld Hanfland

Seit wann gibt es Hanf in Österreich?

In Österreich gab es Hanf schon im Mittelalter. Zahlreiche Namensgebungen weisen auf den Anbau von Hanf hin, wie z.B. in den niederösterreichischen Orten Amstetten – ehemals „Hampstätten“ oder Hanfthal – unser Firmensitz – damals „Hanifthal“.

Während des 2. Weltkrieges nahmen die Anbauflächen zu und die Hanfverarbeitungsindustrie entstand. Durch die günstigere Herstellung von Kunstfasern und die Einfuhr billigerer Naturfasern wie Jute, Sisal und Baumwolle kam es aber kurzfristig zum Niedergang des Hanfanbaus. 1969 wurde der Nutzhanf zudem in Europa verboten. Erst durch den EU-Beitritt 1995 wurde Cannabis sativa in Österreich wieder angebaut. Die Hanfanbauflächen im ersten Wiederanbaujahr 1995 betrugen in Österreich 161 Hektar (geförderte Fläche).

Wir von Hanfland bauen mittlerweile seit 2004 hochwertigen PREMIUM HANF in Österreich an. 

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