Faserhanf ist in der EU und in Österreich sorten- und saatgutrechtlich geregelt. Der Anbau der betreffenden Hanfsorten unterliegt nicht dem Suchtmittelgesetz, wenn deren THC-Gehalt nicht über 0,3 % liegt. Dies ermöglicht die Gewinnung der Fasern und Samen sowie Blätter.

Für die Lebensmittelerzeugung dürfen grundsätzlich nur Hanfvarietäten verwendet werden, deren THC-Gehalt unter 0,3 % liegt, die also nicht unter das Suchtmittelgesetz oder die dementsprechende Verordnung fallen. Die Untersuchung auf den THC-Gehalt während des Anbaus erfolgt zu jener Zeit, bei der die Hanfpflanze am meisten THC produziert hat (Ende der Blütezeit). Fragen zu Hanf (ages.at)

Mehr Infos zum Hanf-Anbau

Hanfsaatgut Sorten Beschreibungen

Hanf ist eine zweihäusig getrenntgeschlechtige (diözische) Pflanze, das heißt, die beiden Geschlechter kommen auf getrennten Pflanzenexemplaren vor. Das bringt Probleme bei der maschinellen Ernte, weil die männlichen Pflanzen früher verholzen als die weiblichen. Deshalb züchtete man einhäusigen (monözischen) Hanf. Der Vorteil liegt vor allem in der gleichmäßigen Abreifung aller Pflanzen eines Bestandes. Allerdings sind einhäusige Sorten den zweihäusigen ertragsmäßig klar unterlegen.

Französische Sorten

Earlina 8FC (monözisch)
Fedora 17 (monözisch)
Felina 32 (monözisch)
Férimon (monözisch)
Fibror 79 (monözisch)
Futura 75 (monözisch)
Futura 83 (monözisch)
Orion 33 (monözisch)
Santhica 27 (monözisch)
Santhica 70 (monözisch)
USO 31 (monözisch)

Ungarische Sorte  Tiborszállási (diözisch)

Finnische Sorte  Finola (diözsich)

Link zum Sortenkatalog Hempit

Hanfanbau in der Landwirtschaft

Da nur der Anbau von zertifiziertem Hanfsaatgut erlaubt ist, muss die ausgesäte Menge dem Pflanzenbestand entsprechen. Bei einer Aussaatmenge von mind. 20 kg/ha wird davon ausgegangen, dass die Vorgabe, ausschließlich zertifiziertes Saatgut zu verwenden, erfüllt ist.

Im Fall des Anbaus von Hanf sind die Originaletiketten und die Rechnungsbelege als Nachweis für die Verwendung von ausschließlich zertifiziertem Hanfsaatgut aufzubewahren und müssen im Mehrfachantrag hochgeladen werden.
Die Verwendung von Landsaatgut (Nachbau) ist verboten. Dies würde zu einem Anstieg des THC-Wertes führen und damit die geltenden Normen übertreffen, aber auch den Anteil der männlichen (schwach produzierenden) Blüten erhöhen. Jedes Jahr werden von der AMA Stichproben-Kontrollen durchgeführt.

Das Saatgut ist in 25 kg Säcken mit jeweils einem Anerkennungsetikett auf jedem Sack abgefüllt. Fedora 17 ist in 500g und 1kg Packungen verfügbar. Wir liefern Hanf Saatgut ausschließlich gegen 100% Vorauskasse ab Werk.